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AKTUELL  |  01.12.2010

 

Direktzahlungen und Liberalisierung: Das Bundesamt für Landwirtschaft ist auf dem falschen Kurs

Medienmitteilung

SALS- Schweiz lehnt den programmierten Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion und eine zusätzliche Ökologisierung ab. Damit die Konzepte der Ernährungssouveränität und sicherere Selbstversorgung umgesetzt werden können, müssen Rahmenbedingungen ausgearbeitet werden welche die landwirtschaftliche Produktion unterstützen.

Trotz manchen parlamentarischen Interventionen, die den Status der Landwirtschaft im Rahmen der Globalisierung und Liberalisierung der Märkte stärken wollen, hält der Bundesrat am Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der EU fest. Dieser Wille wird vom BLW im Konzept zur Weiterentwicklung der Direktzahlungen umgesetzt. So soll den Betrieben ein Anpassungsbeitrag, gemäss einer historischen Basis, ausgeschüttet werden. Diese Beträge sollen dann konstant zurückgehen. Die Informationen des BLW betreffend dieser Entwicklung sind vage, was die die Planungsunsicherheit in der Landwirtschaft erhöht.

Bis 2017, sieht das BLW eine massive Abnahme der Raufutterverzehrer vor. Somit soll eine Extensivierung der Landwirtschaft gefördert werden. Um den Produktionsrückgang der Schweizer Landwirtschaft zu kompensieren, soll die Liberalisierung der Agrarmärkte mit einem EU Agrarfreihandelsabkommen, die fehlenden Schweizer Nahrungsmittel durch ausländische Produkte ersetzen.

Für SALS- Schweiz, die sich für eine produzierende Landwirtschaft einsetzt, ist das Konzept so nicht akzeptabel. Es müssen Anpassungen erfolgen, die es erlauben den Willen des Parlamentes betreffend Ernährungssouveränität und Selbstversorgung umzusetzen. Angesichts der zunehmenden Spekulationen auf den Agrarmärkten und den Lehren die aus der Finanzkrise gezogen werden müssen, ist es eine Illusion die Nahrungsmittelversorgung der Schweiz alleine mit der hohen Kaufkraft sicherstellen zu wollen.

Auskünfte:
Walter Willener, Präsident SALS-Schweiz, Lausanne, 079 689 31 06
David Rüetschi, Generalsekretär SALS-Schweiz, Lausanne, 079 677 82 12


Die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (SALS- Schweiz) setzt sich ein für eine produzierende Landwirtschaft, die qualitativ hoch stehende Produkte herstellt, sowie für eine starke Lebensmittelindustrie. Sie kämpft gegen den totalen und schnellen Abbau der Zolltarife im Rahmen eines Agarfreihandelsabkommen mit der EU. SALS- Schweiz unterstützt den Abbau nicht- tarifärer Handelshemmnisse.

Über 40 Branchenorganisationen, kantonale Bauernverbände und Dachorganisationen sind Mitglied von SALS- Schweiz. Dazu kommen mehrere Unternehmen aus dem vor- und nach gelagertem Bereich und das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Waadt. Bei SALS- Schweiz sind somit über 50'000 landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen der Agrarbranche vertreten, was 150'000 Arbeitsplätze ausmacht.

 


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